Background information on Avian Influenza outbreak (German version)
11 March 2003
Allgemeine Hintergrundinformationen
Boxmeer, 11. März 2003 – Am 1. März 2003 haben die niederländischen Behörden sämtliche Transporte sowie den Export von Geflügel und Geflügelprodukten wegen des Verdachts Geflügelpest in verschiedenen niederländischen Geflügelbetrieben verboten. Intervet, ein führender Produzent von Veterinärimpfstoffen, ist in der Lage, den niederländischen Behörden und Geflügelproduzenten – sollte dies erforderlich sein – bei der Bekämpfung dieser ernsthaften Virusinfektion zu helfen. Die Niederlande sind einer der wichtigsten Exporteure von Geflügel und Eiern in Europa. Ein längeres Verbot des Handels mit Geflügel hätte für die Geflügelproduzenten ernsthafte wirtschaftliche Folgen.
Impfungen gegen die Geflügelpest sind im Prinzip möglich und werden auch in verschiedenen Ländern eingesetzt. In Europa wird allerdings einer Bekämpfung ohne Impfung Vorrang gegeben, um weitere Handelseinschränkungen zu vermeiden.
Die derzeitige Infektion wird vom Geflügelpestvirus Typ A, Subtyp H7N7, verursacht. Dies wurde am 4. März vom CIDC (niederländisches Zentralinstitut für Veterinärkontrolle) bestätigt. Intervet kann für Notfälle inaktivierte Impfstoffe gegen die Geflügelpest produzieren, denen verschiedene Subtypen zugrunde liegen, unter anderem auch der vorliegende Subtyp H7. Der Impfstoff enthält neben dem schützenden Hämaglutinin-Faktor H7 auch den Neuraminidase-Faktor N1. Auf diese Weise ist es im Prinzip möglich, mit H7N1-Impfstoff geimpfte Vögel von Vögel zu unterscheiden, die mit dem Feldstamm H7N7 infiziert sind. Ein solches Markersystem ist besonders für die Kontrolle des Verlaufs der Krankheit wichtig. Ein Routinetest, der zwischen dem Neuraminidase-Faktoren N7 und N1 unterscheidet, steht derzeit nicht zur Verfügung.
Der genannte Impfstoff wird im Augenblick in Italien zur Bekämpfung einer Infektion mit einem anderen Subtyp (H7N3) eingesetzt. Dies ist möglich, da hier ein Labortest vorliegt, um zwischen dem Impfstamm (Neuraminidase-Faktor N1) und Feldstamm (Neuraminidase-Faktor N3) zu unterscheiden. Ausserdem handelt es sich bei der betroffenen Region in Nord-Italien nicht um eine ausdrückliche Exportregion.
Was ist Geflügelpest? Ist sie auch für den Menschen gefährlich?
Eine gute Übersicht bietet ein Fact Sheet der Europäischen Kommission: http://www.europa.eu.int/comm/food/fs/ah_pcad/ah_pcad_76_en.pdf
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des niederländischen Landwirtschaftsministeriums:http://www.minlnv.nl/international/
[Bei Geflügelpest handelt es sich um eine Infektion mit Pestviren (Orthomyxoviren), die in zahlreichen Formen auftreten kann – von nichtpathogen bis stark pathogen, wie bei dem derzeitigen Ausbruch in den Niederlanden. Es gibt verschiedene Typen, wobei für die Geflügelinfluenza der Typ A verantwortlich ist, der wiederum in verschiedenen Subtypen auftreten kann. Für die Klassifikation werden wichtige Eiweiße des Virus verwendet, und zwar Hämaglutinin H und Neuraminidase N. Soweit jetzt bekannt, handelt es sich um eine Infektion mit der hoch-pathogenen Variante H7N7. Ein weniger pathogener Subtyp (H7N3) war für den letzten Ausbruch in Norditalien verantwortlich.
Bei einem Ausbruch mit hoch-pathogenen Erregern sind bei den infizierten Tieren schwer wiegende klinische Probleme zu erkennen, mit sehr hohem Ausfall (Sterberate bis 100 % möglich). Wie bei der Grippe beim Menschen treten Atemsymptome auf, aber auch das zentrale Nervensystem kann angegriffen werden. Weitere Symptome sind Durchfall und geschwollenen Köpfe.
Von der Geflügelpest werden im Allgemeinen nur Vögel infiziert, vor allem Hühner und Puten, aber auch Wasservögel, wie Enten und Gänse. Tauben sind nicht empfänglich, können aber passiver Virusträger sein. Der Virustyp, der im Moment im Gebiet Gelderse Vallei auftritt, ist für den Menschen kaum gefährlich. Es ist bekannt, dass bei sehr intensivem Kontakt mit zahlreichen Hühnern, wie dies bei Geflügelproduzenten der Fall ist, eine Infektion nicht vollständig ausgeschlossen ist (Quelle: niederländische Behörde für Nahrungsmittel und Produkte – „Voedsel- en Warenautoriteit“). Der letzte bekannte Fall einer Infektion mit einem H5-Subtyp trat im Februar 2003 in Hongkong auf, nachdem ein Kind unmittelbaren Kontakt mit infizierten Hühnern hatte.]
Wie ist die aktuelle Situation?
Wir verweisen im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand auf das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei.
http://www.minlnv.nl/international/
Welche Maßnahmen werden ergriffen um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern?
Wir verweisen im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand auf das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei. http://www.minlnv.nl/international/
[Bei einem Verdacht auf Geflügelpest gilt als erste Maßnahme, die betroffenen Betriebe von der Außenwelt abzuschirmen und die infizierten Tiere zu töten. Straßen werden gesperrt und jede Art von Transport bzw. Besuche sind verboten. Außerdem wird im Umkreis der Betriebe ein erstes Schutzgebiet (3 km) sowie ein Überwachungsgebiet (10 km) eingerichtet, in dem ebenfalls bestimmte Massnahmen getroffen werden, um die weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern]
Auf welche Konsequenzen müssen sich die Geflügelproduzenten einstellen?
Wir verweisen im Zusammenhang mit dem aktuellen Stand auf das niederländische Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei. http://www.minlnv.nl/international/
Gibt es keine anderen Gegenmaßnahmen als die vollständige Einstellung aller Aktivitäten und das Töten der Tiere?
Eine Impfung gegen Geflügelpest ist möglich und wird weltweit auch in verschiedenen Ländern eingesetzt. Von Intervet sind in der gesamten Welt eine Reihe von Impfstoffen gegen Geflügelpest im Einsatz. In Europa wird allerdings einer Bekämpfung ohne Impfung Vorrang gegeben, um weitere Handelseinschränkungen zu vermeiden. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft müssen bei einer geplanten Impfung die Genehmigung durch die Europäische Kommission beantragen. Bei Ausbruch der Krankheit kann eine Ringimpfung oder eine Flächenimpfung erfolgen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern oder wenn für die Räumung betroffener Tierbestände keine ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind.
Die derzeitige Infektion wird vom Geflügelpestvirus Typ A, Untertyp H7N7, verursacht. Dies wurde am 4. März vom CIDC (niederländisches Zentralinstitut für Veterinärkontrolle) bestätigt. Intervet kann für Notfälle inaktivierte Impfstoffe gegen die Geflügelpest produzieren, denen verschiedene Subtypen zugrunde liegen, unter anderem auch der vorliegende Subtyp H7. Der Impfstoff enthält neben dem schützenden Hämaglutinin-Faktor H7 auch den Neuraminidase-Faktor N1. Auf diese Weise ist es im Prinzip möglich, mit H7N1-Impfstoff geimpfte Vögel von Vögel zu unterscheiden, die mit dem Feldstamm H7N7 infiziert sind. Ein solches Markersystem ist besonders für die Kontrolle des Verlaufs der Krankheit wichtig. Ein Routinetest, der zwischen dem Neuraminidase-Faktoren N7 und N1 unterscheidet, steht derzeit nicht zur Verfügung.
Der genannte Impfstoff wird im Augenblick in Italien zur Bekämpfung einer Infektion mit einem anderen Subtyp (H7N3) eingesetzt. Dies ist möglich, da hier ein Labortest vorleigt, um zwischen dem Impfstamm (Neuraminidase-Faktor N1) und Feldstamm (Neuraminidase-Faktor N3) zu unterscheiden. Ausserdem handelt es sich bei der betroffenen Region in Nord-Italien nicht um eine ausgewiesene Exportregion.
So hat Italien beim jüngsten Ausbruch des Virus mit dem Subtyp H7N3 eine Genehmigung zur Impfung mit dem Impfstamm H&N1 in einem bestimmten Gebiet beantragt und auch bekommen.
Steht der richtige Impfstoff in ausreichendem Umfang zur Verfügung?
Intervet hat einen wirksamen Impfstamm im Haus. Sollte die Impferlaubnis erteilt werden, ist die Lieferzeit für den Impfstoff abhängig von der angefragten Menge.
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Mitteilung für die Redaktion:
Intervet, ein Unternehmen von Akzo Nobel mit Sitz in Boxmeer, Niederlande und einem Umsatz von EUR 1.081 Millionen in 2002, ist fokussiert auf Forschung und Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Tiergesundheitsprodukten. Die Produktpalette umfasst für verschiedene Tierspezies Impfstoffe, Antiinfektiva, Antiparasitika und Produkte zur Fruchtbarkeitskontrolle. Intervet ist ein international tätiges Unternehmen. Die Firma beschäftigt zur Zeit 5.000 Mitarbeiter.
Akzo Nobel mit Sitz in den Niederlanden beliefert Kunden weltweit mit Produkten für die Gesundheit, Farben und Lacken sowie chemischen Produkten. Der konsolidierte Umsatz für 2002 betrug 14 Mrd EUR. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 68.000 Mitarbeiter in über 80 Ländern. Die Ergebnisse für das erste Quartal werden am 16. April 2003 bekannt gemacht.
Weitere Informationen:
Sabine Schueller
Communications & Public Affairs
Intervet International bv
Tel: +31 (0)485 587085
Fax: +31 (0)485 585392
sabine.schueller@intervet.com
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